Bakterielle Vaginose:

Eine typische Vaginalinfektion

Sie ist der intimste Bereich des weiblichen Körpers – und zugleich einer der sensibelsten: die Vagina. Ist sie gesund, so erfüllt sie die unterschiedlichsten Funktionen; zum Beispiel als Barriere für Krankheitserreger. Die in der Vaginalflora enthaltenen Milchsäurebakterien bauen eine natürliche Schutzfunktion auf und verhindern die Ausbreitung von schädlichen Keimen, unter anderem indem sie ein saures Scheidenmilieu herstellen.

Scheidenflora im Ungleichgewicht

Doch dieses Gleichgewicht ist empfindlich! Eine Vielzahl körpereigener und äußerer Ursachen kann es stören. Die Folge: Bakterien oder Pilze können eine Vaginalinfektion auslösen. Nimmt die Anzahl der Laktobazillen ab, aber Keime wie Gardnerella vaginalis und Atopobium vaginae zu, kann eine bakterielle Vaginose entstehen. Ein häufiges Indiz dafür ist der unangenehm „fischige“ Scheidengeruch.

Hinweis

Vaginalinfektionen gehören mit zu den häufigsten Gründen für eine Konsultation des Gynäkologen.
(Quelle: KV Nordrhein, Die 100 häufigsten ICD-10-Schlüssel und Kurztexte. Gynäkologen; Quartal 1/2015)