Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft ist ein sensibles Thema, bei dem eine fachgerechte Behandlung unumgänglich ist.
Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft ist ein sensibles Thema, bei dem eine fachgerechte Behandlung unumgänglich ist.

Vaginalinfektion und Schwangerschaft

Ist eine Vaginalinfektion schon im Normalfall unangenehm, so möchte man sie während der Schwangerschaft erst recht nach Möglichkeit vermeiden. Gleichzeitig kann aber die mit der Schwangerschaft verbundene Hormonumstellung eine bakterielle Vaginose begünstigen: Etwa 15–20 % der Schwangeren in Deutschland sind betroffen; nur die Hälfte davon zeigt Beschwerden. (Frauenarzt 58, 2017; S. 226)

Suchen Sie Ihren Frauenarzt auf!

Sollten Sie schwanger sein und die typischen Symptome einer bakteriellen Vaginose feststellen, so ziehen Sie bitte möglichst Ihren Gynäkologen ins Vertrauen! Er kennt Behandlungsmethoden, die auch während der Schwangerschaft möglich sind. Er kann Ihnen beispielsweise Fluomizin empfehlen: Fluomizin geht kaum in den Stoffwechsel über und kann somit – nach ärztlicher Diagnosestellung – auch während der Schwangerschaft angewendet werden. Aus demselben Grund kann auch während der Stillzeit eine Behandlung erfolgen.

Info

Bei 5 % aller Frauen im fruchtbaren Alter wird in der Vorsorgeuntersuchung eine bakterielle Vaginose diagnostiziert. In der Schwangerschaft steigt die Prävalenz auf bis zu 20 %.